6th Nov, 2008

Change we cannot believe in

Dass Obama innenpolitisch etwas verändern möchte, bezweifle ich nicht. Wer jedoch weiß, wer in Sachen US-Außenpolitik beim President-Elect im Hintergrund die Fäden ziehen wird, der weiß auch, dass hier keine großartige Veränderung zu erwarten ist.

Zbigniew Brzezinski heißt die graue Eminenz, die die Foreign Policy der USA maßgeblich gestalten wird. Dieser Mann ist ein Verfechter des hegemonialen Anspruchs der USA in der Welt um jeden Preis. Ich lese gerade sein Buch The Grand Chessboard und es ist eine Offenbarung.

Bedenkt man des Weiteren, dass 400 Millionen Dollar an Spenden an Obama geflossen sind, kann man sich sicher sein, dass der ein oder andere Rüstungsindustrielle sicherlich nachfragen wird, was das mit dem Abzug der Truppen aus dem Irak soll und wieso er eigentlich so viel Geld in den guten Barack investiert hat.

Ich verwette mein geliebtes Audio-Technica-Mikrofon, dass es entweder nicht zu einem rechtzeitigen Abzug kommen wird oder sich zwischenzeitlich – wie durch ein Wunder – ein neuer Kriegsschauplatz auftun wird. Warten wir es ab und hoffen, dass ich Unrecht habe.

Responses

Hey Wojna,

hoffentlich hast Du Unrecht, ich würde aber lieber um Bier wetten.

Btw. Die Schließung von Guantanamo würde mir als erstes auch reichen.

Sei nicht so pessimistisch, ;-)

Jean

Yes we can. . .
. . . change something in the people’s mind
. . .not change their behaviour

Ich denke, dass genau das das Problem ist:
Obama wird genau wie sein Vorgänger W Busch (kotz) für seine Bevölkerung günstige Energie und finanziellen Rückhalt für die Waffen-Lobby garantieren, wenn er an der Macht bleiben will.

Hoffen wir mal das er mehr und vorallem sozialverträglicheren Erfolg hat und du deine Wette verlierst, Wojna.

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